Mikroplastik-Quellen im Schweizer Wald
- Thery Ebert

- 8. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Jan.
Cleanwalkers haben auf Waldspaziergängen bemerkt, dass Baumaufzuchthilfen aus Kunststoff-gewebe oder Hartplastik bei den Waldeigentümern und deren Bewirtschaftern über die Jahre in Vergessenheit geraten. Das Baumschutzmaterial ist in guter Absicht an Jungpflanzen zum Schutz vor Wildverbiss angebracht worden. Mit zunehmendem Alter und Umfang der Bäume fällt es ab und bleibt liegen oder zersplittert, zerfällt in kleinere Plastikteile. Letztendlich kontaminiert Mikroplastik die Böden und auch Grundwasser.
Die Cleanwalkers wollen mit Aufräumaktionen aktiv auf diesen Missstand aufmerksam machen und den Wald von diesem Unrat befreien.
Im Dezember 2025 fand der erste Einsatz im Volketswiler Wald mit Revierförster Fabio Gass statt. Dabei wurden mehrere Dutzend ausgediente Einzelschütze demontiert, gesammelt und aufgelesen.

Ein Cleanwalk im Unterholz des Winterwaldes hat etwas Mystisches und Abenteuerliches. Unter dem Laub und dem Gehölz verstecken sich zum Teil grosse Plastik-Stücke, die im schlechtesten Fall bereits in den Händen der Sammler in kleinere Stücke zerbrechen. Bereits nach kurzen Sammelphase kommen beachtlichen Mengen an Kunststoff zusammen, welche am Waldrand zum Abtransport und fachgerechter Entsorgung gebündelt werden.
Es gibt noch viele Waldzonen in welchen es so aussieht. Hier können Cleanwalkers, ganz in ihrem Sinne, gutes für die Umwelt leisten. Dies am besten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Förstern oder Waldbesitzern. Weitere Aktionen sind geplant.












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